Wunderbaum (2026)
Motor, Luftballon, Globus, Äste, Gips-, PLA- und Plastikhand, Schaumstoff, LED, Aquarium, Wasserpumpe, Lametta, künstliche Pflanze
variable Installation
Im Zentrum der Arbeit steht Holz, insbesondere Äste, die nach dem saisonalen Rückschnitt gesammelt werden. Am Ende des Winters liegen diese Fragmente ihrer ursprünglichen Funktion und Vitalität beraubt am Boden. Durch Getriebemotoren und alltägliche Objekte werden sie erneut in Bewegung versetzt und in künstliche, reaktive Konstellationen überführt. Ein spitzer Ast ritzt wiederholt die Oberfläche eines silbernen Ballons und erzeugt eine Situation permanenter Spannung. Zwischen den Ästen installierte Globusobjekte folgen keiner natürlichen Bewegung: Sie klappen auf und zu oder rotieren entgegen der tatsächlichen Drehrichtung der Erde.
Beim Betreten des Raumes breitet sich zudem ein künstlicher Duft aus: der Geruch eines Auto-Lufterfrischers der Marke Wunderbaum. An einem der Äste befestigt, erweitert er die Installation um eine olfaktorische Ebene.
Die Arbeit untersucht Bewegungen, die zwischen natürlicher Dynamik und technischer Steuerung entstehen. Vertraute Abläufe werden verfremdet und in Konstellationen überführt, deren Bewegungen zwar wirksam erscheinen, jedoch keinem natürlichen Gleichgewicht mehr folgen.